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Adipositas und Einkauf: Die Nährwerttabelle lesen und verstehen

Schon im Kindergarten lernen wir oft, welche Lebensmittel «gesund» und welche «ungesund» sind. Eine sehr vereinfachte Darstellung von Lebensmitteln, quasi eine Einteilung in Gut und Böse.

Wie viel komplexer das Ganze ist, wird oft erst klar, wenn wir uns bewusster mit unserer Ernährung auseinandersetzen – etwa beim erfolgreichen Kampf gegen Adipositas. Dann wird klar: Nicht alles, was kalorienarm und gesund erscheint, ist es auch. Ähnlich wie bei Verträgen hilft nur ein Blick auf das «Kleingedruckte», um ein Lebensmittel einzuordnen. Auf die Nährwerttabelle.

Die Nährwertangaben sind gesetzlich verpflichtend auf jeder Packung eines Lebensmittels abgedruckt. Die Nährstoffe werden dabei in einem Größenverhältnis auf 100 Gramm beziehungsweise 100 Milliliter angegeben. Das ist manchmal eine Herausforderung, denn so kann zum Beispiel der Schoko-Drink kalorienarm wirken, weil vergessen wird, dass er immerhin einen halben Liter beinhaltet. Hilfreich ist es deswegen gerade zu Anfang, Vergleichswerte zu haben. Ernährungsberater und Ernährungsberaterinnen können zu Beginn einer Diät verschiedene Lebensmittel empfehlen. Deren Nährwerte können dann im weiteren Verlauf mit der Nährwerttabelle des Wunschprodukts verglichen werden. Besondere Aufmerksamkeit ist dabei auf die folgenden Kategorien zu legen:

  • Brennwert/Energiegehalt: Um möglichst eine leicht negative Energiebilanz zu erreichen, ist das Wissen um den Kaloriengehalt eines Lebensmittels unumgänglich.
  • Kohlenhydrate: Diese sind wichtig für eine ausgewogene Ernährung, erhöhen aber bei einem zu starken Konsum die Chance von Übergewicht.
  • Fett: Nicht jedes Fett ist schlecht. Der Körper braucht ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fette zum Beispiel, um verschiedene lebenswichtige Vitamine aufzunehmen.
  • Gesättigte Fettsäuren: Das sind die Fette, die es möglichst zu vermeiden gilt. Sie liefern Energie, diese führt jedoch sehr schnell zu Übergewicht.
  • Eiweiss: Es ist für den Körper essenziell, das bedeutet, er kann es teilweise nicht selbst herstellen. Wie viel Eiweiss gut ist, hängt auch von eventuellen Vorerkrankungen ab.
  • Zucker: Hier gilt, je weniger, desto besser. Zucker wird häufig aber unter anderen Namen aufgeführt, auch um zu zeigen, ob er natürlich im Lebensmittel vorkommt oder zugesetzt ist.
  • Salz: Der Körper braucht Salz, in industriell hergestellten Lebensmitteln ist jedoch oft zu viel davon. Ein kritischer Blick ist angeraten.